Interview mit Pro Rider Chase Hazen 
28. Februar 2011, Discovery Bay, Kalifornien, USA  

US-Profi-Wakesurfer Chaze Hazen spricht im Interview mit Wakesurfers.net über seine Ziele für 2011, neue Tricks und seine Anfänge im Wakesurfen.

ALTER: 20
HEIMATORT: Discovery Bay, Kalifornien, USA
HIGHLIGHTS: Vize-Weltmeister 2010 (Kategorie Pro Surf), 1. Platz Ohio Staatsmeisterschaften 2009
(an diesem Anlass schaffte ich erstmals einen Pop Shuv-it auf einem Surfstyle Wakesurfboard) und 1. Platz King of the Lake Tour 2009 − ich muss gestehen, das war einer der besten Wettkämpfe überhaupt

SPONSOREN: ShredStixx, slayshTank, Futures Fins, Freestyle und Prolite
STANCE: Regular
STYLE: Surfstyle

WS: Hey Chase, besten Dank für Deine Zusage für das Interview auf Wakesurfers.net! Wie geht es Dir?
CH: Wie geht es Euch denn so? Ein herzliches Dankeschön, dass ich auf Wakesurfers.net ein Interview geben darf. Mir geht es gut, ich verbringe momentan viel Zeit am Strand und versuche möglichst häufig zu surfen bevor die Wakesurf Saison wieder beginnt.

WS: Wann hast Du mit Wakesurfen begonnen?
CH: Ich begann 2002 mit Wakesurfen, auf dem Flussdelta meines Heimatortes. Surfen im Meer begann ich ein paar Jahre früher. Es bereitete mir viel Spass, dann hörte ich von einem Typen, der ganz in der Nähe meines Hauses Surfboards fabrizierte. Sein Name war Jerry Price. Damals kannte ich das Wakesurfen schon, hatte es aber noch nie probiert. Ich war begeistert von der Vorstellung, dass man ohne das Meer surfen kann.
Mit dem Geld, das ich mit Rasenmähen verdiente, kaufte ich mir schliesslich ein Board von Jerry. Und so hat alles begonnen. Jerry begann mich auf seinem Boot mitzunehmen und brachte mir das Wakesurfen bei.
Er lehrte mich was Style und Kraft im Surfen bedeuten. 

WS: Wie hat sich Deiner Meinung nach das Wakesurfen in den letzten Jahren entwickelt?
CH: Seit ich mit dem Wakesurfen begann hat es sich unglaublich schnell entwickelt. Als ich damals mit Jerry an die Bootshows ging, verstanden es die Leute nicht weshalb wir Surfboards an die Show mitnahmen. Heutzutage verkauft nun jede grosse Wakeboard Firma auch Wakesurfboards. Das Fahrniveau hat sich ebenfalls stark verändert. Damals konnte man mit einem 360° einen Contest gewinnen, während dies heutzutage lediglich ein Einstiegstrick ist.

WS: Ich welche Richtung wird sich Deiner Meinung nach das Wakesurfen weiterentwickeln?
CH: Fortschritt ist alles! Ich möchte die Tricks stets höher, eleganter und beständiger stehen, und dies mit mehr Power und Style. Unterdessen erzeugen ein paar Wakesurfboote sehr gute Wellen. Diese Boote ermöglichen es das Wakesurfen auf das nächst höhere Niveau zu bringen. Die Sessions mit dem Wheelhouse Malibu 247 
konnten mich stets begeistern. Ich glaube dieses Boot wirft die grösste, steilste und brutalste Welle überhaupt. Eine solche Welle ermöglicht es das Wakesurfen in die richtige Richtung voranzutreiben. 

WS: Erzähl uns bitte ein wenig vom neuen Hazen Model, das ShredStixx diese Saison auf den Markt bringt.
CH: Das neue Hazen Modell ist unglaublich! Es basiert auf demselben Konzept wie letztes Jahr, jedoch wurde es dank der Hilfe unseres grossartigen Shapers Nick Wiersema und meines Feedbacks stark optimiert und verfeinert. Das 2011 Hazen Modell ist das beste Board, das ich je gefahren bin. Das Board ähnelt einem Raketenschiff, und es fliegt genauso. Meiner Meinung nach lässt kein anderes Board höhere Airs zu.

WS: Du bist bekannt für Deine gewaltigen Airs. Arbeitest du gerade an etwas Neuem?
CH:  Ich mag es nicht neue Tricks zu nennen, wenn ich sie noch nicht gestanden bin, jedoch arbeite ich gerade an ein paar neuen Sachen. Hoffentlich werdet ihr dieses Jahr einen Full Rotation Air Reverse sehen und wenn das Glück mitspielt, dann werdet ihr einen Big Spin sehen, Hahaha.

WS: Was motiviert Dich zu surfen und Dich stets zu verbessern?
CH: Meine Motivation kommt von meiner Liebe zum Surfen. Auch wenn es keine Contest, kein ShredStixx oder kein slayshTank gäbe, ich würde stets im Wasser sein wollen. Ich mag einfach das Surfen, und ich könnte mir ein Leben ohne nicht vorstellen.

WS: Was ist Dein Lieblingssurfspot und weshalb?
CH: Mein Lieblingsort wird immer das Flussdelta an der Discovery Bay, CA, bleiben.
Es ist meine Heimat und eines der bestgehüteten Geheimnisse. Der Fahrspass ist dort unglaublich hoch und meistens ist die Wasseroberfläche spiegelglatt. Die Wasserkanäle sind dort hunderte von Meilen lang, somit findest Du immer einen guten Spot zum Surfen.

WS: Was machst Du in Deiner Freizeit wenn Du mal nicht am Wakesurfen bist?
CH: Wenn ich nicht am Wakesurfen bin, dann bin ich am Skaten, Wakeskaten oder Surfen. Ich verbringe den ganzen Winter zu Hause in Northern California, dort gibt es grossartige Wellen!

WS: Welche Musik hörst Du momentan am liebsten?
CH: Ich mag von allem ein bisschen. Auf meinem iPod befindet sich momentan Steel Pulse, das neue Album von Lil Wayne und Roots (das wirklich gut ist), mein Bruder als auch slayshTank Wakeskater Colin G. 

WS: Wo siehst Du Dich in 10 Jahren innerhalb der Wakesurfszene?
CH: Das ist eine schwierige Frage. Wir werden sehen, wie sich das Wakesurfen entwickeln wird. Ich möchte auf jeden Fall ein grosse Rolle bei ShredStixx und slayshTank spielen. Ich glaube fest daran, dass Wakesurfen das Potential besitzt die grösste hinter-dem-Boot Sportart zu werden. Falls das geschieht, wer weiss wo ich dann sein werde. Ich schwimme mit dem Strom und sehe wohin mich das bringen wird.

WS: Auf welchen Contest dieses Jahres freust Du Dich am meisten?
CH: Ehrlich gesagt freue ich mich am meisten auf die Weltmeisterschaften. Aus irgendeinem Grund habe ich diesen Contest noch nie gewinnen können. Mein Vorsatz für dieses Jahr ist der Weltmeistertitel.
Zudem habe ich gehört, dass ShreddStixx und slayshTank einen Contest im Frühling organisieren wollen. Dieser Contest würde sicher viel Spass machen.

WS: Was ist eines Deiner schönsten Erlebnisse auf Deinen Wakesurf Trips?
CH: Alle Trips die ich mache sind unglaublich schön. Wohin ich auch gehe, immer treffe ich sehr coole Leute und erlebe Vieles in all den Ländern. Diesen Sommer durfte ich vor dem roten Platz in Moskau fahren, das war krass! Wenn du am Reisen bist, dann erlebst Du stets was Neues. Manchmal ist es für mich schwierig mir alles bewusst zu machen, zum Beispiel war das Surfen vor dem roten Platz einer dieser Momente bei denen Du einfach umherschaust und Wow! sagst.

WS: Gibt es eine Chance, dass Du dieses Jahr am Wake Surf Festival in der Schweiz dabei sein wirst?
CH: Ich würde gerne in die Schweiz kommen und am Wake Surf Festival teilnehmen. Ich habe viel Gutes über diesen Contest gehört und liebe es in die Schweiz zu kommen. Auf jeden Fall werde ich diesen Sommer nach Europa gehen und werde dort ein paar Trainingslektionen und Shows geben. Falls jemand Interesse hat mit mir zu Wakesurfen kann mich via Email: chase@shreddstixx.com kontaktieren.

WS: Möchtest Du noch jemanden grüssen?
CH: Ja, ich möchte mich bei Jerry Price bedanken. Er hat mir alles ermöglicht − ich weiss nicht wo ich ohne ihn jetzt wäre. Auch möchte ich mich bei allen Jungs von ShreddStixx und slayshTank bedanken.   

WS: Chase, herzlichen Dank für dein Interview mit Wakesurfers.net. Hoffentlich sehen wir Dich bald in der Schweiz!
CH: Klar doch!!! Danke für das Interview und bis bald!  

Interview: Wakesurfers.net  Photos: Mike Shore, Ryan Slack, Aj Aguirre & Vsevolod Vlasenko 

THE PROGRESSION OF WAKESURFING WITH CHASE HAZEN